Pionierinnen
.Hypatia von Alexandria (ca.370-415)
Hypatia lebte zu einer Zeit in der Frauen fast keinen Zugang zu Bildung hatten. Durch ihren Vater, dem griechischen Mathematiker und Philosoph Theon, wurde die Grundlage für ihre Karriere als eine der ersten Frauen in der Technik gelegt. Später unterrichtete Hypatia von Alexandria an der berühmten Universität „Museon“ Mathematik, Philosophie und Astronomie. Außerdem sind ihr zwei wichtige Erfindungen dieser Zeit zu zuschreiben: ein Modell zur Bestimmung der Position der Sterne, Planeten und der Sonne und ein Messgerät das „Hydrometer“, was zur Messung der Dichte von Flüssigkeiten herangezogen werden kann. Somit lieferte Hypatia einen großen Beitrag zur Entwicklung des Heliozentrischen Weltbilds und galt als Wegbereiterin für die ersten Frauen in Wissenschaft und Technik.
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. Ada King, Countess of Lovelace (1815-1852)
Oft wird Ada als erste Informatikerin bezeichnet, da sie Konzepte entwarf, die ihrer Zeit meilenweit voraus waren. Schon als Jugendliche fand sie Maschinen und deren Bauweise interessant und besuchte Ausstellungen um mehr zu erfahren. Nach einigen Jahren Privatunterricht, unter anderem in Mathematik, begann Ada ihre Korrespondenz mit den Erfindern der ersten Rechenmaschinen. Leider bauten die Erfinder die Maschine nicht. Aber schon damals war Ada Lovelace davon überzeugt, dass es irgendwann einmal eine Maschine geben werde, die komplexe Musikstücke komponieren und Graphiken erstellen könne, diese werde sowohl wissenschaftliche wie praktische Anwendung finden. Wie wir alle wissen: Sie hat Recht behalten – denn alle, die diese Zeilen lesen benutzen genau so eine Maschine…
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. Marie Curie (1867-1934)
Eine der bekanntesten Frauen der Naturwissenschaften, ist Marie Curie. Curie war die erste Frau, die einen Nobelpreis (1903 für Physik, 1911 für Chemie) verliehen bekam. Schon bei ihrem Studium der Mathematik und Physik erzielte Marie hervorragende Leistungen. Später entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Mann Pierre unter anderem die Elemente Radium und Polonium. Durch Marie Curie wurde der Begriff „radioaktiv“ bekannt. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie den Lehrauftrag an der Sorbonne und war somit die erste Professorin an dieser berühmten Universität in Paris. Außerdem ist es ihr zu verdanken, dass im (Physik-) Unterricht praktische Experimente durchgeführt werden, da sie diese als Erste in ihren Vorträgen einsetzte.
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. Inge Lehmann (1888 -1993)
Die „große alte Dame der Seismologie“-wie Inge Lehman oft bezeichnet wird- wuchs in Dänemark auf. Sie studierte ab 1907 Mathematik an einem der ersten Institute in Kopenhagen, später in Camebridge, wo Frauen zu gelassen waren. Ihren Abschluss bekam sie erst 1920 in Dänemark, da in England zu ihrer Studienzeit noch keine Titel an Frauen verliehen wurden. Inge Lehman erhielt die Möglichkeit eine Stelle im Gebiet der Seismologie an der Universität anzunehmen. Obwohl ihr Fachgebiet ein anderes war, nahm sie die Herausforderung an und arbeitete sich in das Thema ein. Wer hätte zu der Zeit gedacht, dass sie eine der wichtigsten Entdeckungen für die Erforschung von Erdbeben beschreiben würde? Ihr ist die Entdeckung des Erdkerns zu zuschreiben und ein Teil des Erdinneren ist nach ihr benannt: die Lehmann Diskontinuität.
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. Christiane Nüsslein-Volhard (* 1942)
Christiane Nüsslein-Volhard studierte Biochemie und Genetik. Derzeit ist sie Direktorin des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie im Bereich Genetik in Tübingen. Durch ihre Forschung an der meistuntersuchten Fliegenart (drosophila melanogaster) und an Zebrafischen konnte Christiane Nüsslein-Volhard wichtige Erkenntnisse über die grundsätzliche genetische embryonale Entwicklung erzielen. Einer ihrer Artikel befasst sich zum Beispiel mit der Frage „Ab wann ist ein Tier ein Tier, wann ist Mensch kein Mensch?“. Für ihre Forschungen bekam sie 1995 den Nobelpreis für Physiologie/Medizin (einen Nobelpreis für Biologie gibt es nicht) verliehen.
Ein besonderes Anliegen ist Frau Nüsslein-Volhard, dass mehr junge Frauen die Möglichkeit erhalten als Forscherinnen zu arbeiten, aus diesem Grund hat sie eine Stiftung (CNV – Christiane Nüsslein Volhard –Stiftung) ins Leben gerufen, die hier unterstützend wirkt.
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. Jade Raymond (*1975)
Das neue Phänomen der eher männerdominierten Computerspielbranche stellt Jade Raymonds als erfolgreiche Produzentin des Spieles „Assasins Creed“ dar. Schon mit 9Jahren entdeckte die hübsche, junge Frau ihre Leidenschaft zum Programmieren bei einem Schulprojekt. Nach einem Informatikkurs, an dem sie als einziges Mädchen an ihrer Schule teilgenommen hat, und dem anschließenden Informatikstudium arbeitete Jade Raymond für bekannte Firmen wie Sony oder Electronic Arts. Bekanntheit erlangte sie durch “Das Bekenntnis der Assassinen“, mehr als 300 festangestellte Mitarbeiter haben dazu vier Jahre lang unter ihrer Leitung gearbeitet. Jade Raymonds gilt als Paradebeispiel für die moderne Frau in der Technik, die ihre Leidenschaft zum Erfolg gemacht hat.
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